Tutoren

Das Tutorensystem, das heißt die Betreuung der Eingangsklassen durch ältere Schülerinnen, hat sich seit vielen Jahren am Gymnasium bewährt und ist mittlerweile auch für die 5. Klassen der Realschule zur festen Einrichtung geworden. Die Schwerpunkte der Tutorenarbeit haben sich zwar im Laufe der Jahre etwas verändert - die ‘Neuen’ bringen inzwischen meist eine gehörige Portion Selbstbewusstsein mit - unverändert aber besteht das Bedürfnis nach den ‘großen Freundinnen’, die mit ihren Tipps und Hilfestellungen den Einstieg in das Schulleben erleichtern.
Bevorzugt werden Schülerinnen als Tutorinnen eingesetzt, die schon Erfahrungen in der Jugendarbeit aufweisen können, aber auch diese werden in einem gemeinsamen vorbereitenden Tutorenseminar auf ihre Tätigkeit vorbereitet.
Während am Anfang des Jahres eher Orientierungshilfen, z.B. in Form von Schulhausrallyes etc. auf dem Plan stehen, wird die gemeinsame Zeit anschließend dazu genutzt, durch Spiele aller Art das gegenseitige Kennenlernen zu fördern. Die Tutorinnen begleiten ihre Klassen auch bei Wandertagen und fahren mit ihnen zu den Kennenlerntagen ins Schullandheim. Durch die Organisation von Schnitzeljagden, Stadtrallyes, Bastelrunden und die Ergänzung des Programms durch ein großes Repertoire an lustigen Spielen sorgen die Tutorinnen stets für gute Stimmung bei den Fünftklässlerinnen. Später gilt es in der wöchentlich stattfindenden Tutorenpause auch bisweilen etwas Trost zu spenden, den beginnenden Schulstress durch gemeinsame Spiele zu kompensieren oder auch klasseninterne Interessenkonflikte zu lösen.
Neben ihren zahlreichen Einsätzen im Schulalltag und bei Schulveranstaltungen (Unterstufenball, Bastelnachmittag, Weihnachtsbasar etc.) nehmen sich viele Tutorinnen auch noch die Zeit, mit ihren Schützlingen einmal ins Kino oder zum Eisessen zu gehen.
Durch ihren unermüdlichen und oft auch zeitaufwendigen Einsatz tragen diese ‘hilfreichen Geister’ sicherlich dazu bei, den Fünftklässlerinnen den Einstieg in das neue Schulleben zu erleichtern.

Renate König


Tutorinnenschulung 2009


Am Ende des Schuljahres 2008/ 2009 wurden die Tutorinnen für die kommende 5. Jahrgangsstufe RS und G mit einer Grundschulung auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Bei diesem Grundseminar beschäftigten sich die Tutorinnen inhaltlich mit folgenden Fragen:

  • welche Wünsche und Ziele bringe ich für die Tutorinnenarbeit mit,
  • welche Aufgaben hat eine Tutorin,
  • ·welche Bedürfnisse haben die Fünftklässlerinnen,·welche Angebote brauchen sie,
  • wie betreut und leitet man eine Gruppe von Fünftklässlerinnen. Stichwort: Führungs- und Leitungsverhalten,
  • welche Möglichkeiten für Aktionen gibt es,
  • welche Spiele gibt es für Gruppen und wie werden sie angeleitet,
  • wie funktioniert Teamarbeit,
  • welche gesetzlichen Vorschriften und schulinternen Regelungen sind zu beachten,
  • welche schulischen Rahmenbedingungen gelten für die Tutorinnenarbeit.
Lernen in der Gruppe


Bei der Zwischenbilanz, dem zweiten Teil der Schulung geht es insbesondere darum:


  • Auswertung der Veranstaltungen im 1. Schulhalbjahr oder: ‚wie war es?’
  • Wie läuft die Arbeit mit und in deiner Tutorinnenklasse?
  • Wie ist die Zusammenarbeit in deinem Tutorinnenteam gelaufen?
  • Welche neuen Projekte und Aktionen sind für den Sommer geplant??
  • Austausch und Absprachen mit der Betreuungslehrerin

Fragen und Anliegen, sowie wertvolle praktische Erfahrungen können die Tutorinnen beim Abschlussseminar am Ende des Schuljahres zur Sprache bringen, bzw. weitergeben.

Die Leitung des Grundseminars, der Zwischenbilanz und dem Abschlussseminar lag bei Frau Andrea Körber (Jugendverband der Gemeinschaft Christlichen Lebens in der Diözese Bamberg) sowie als Betreuungslehrerin der Schule Frau Maria Sponsel.

Maria Sponsel