Schulleben

Festakt: 300 Jahre Maria-Ward-Schule Bamberg

Mit einem Festakt und zahlreichen Ehrengästen aus Kirche, Politik und Schullandschaft feierte die Maria-Ward-Schule ihr 300.Jubiläum

Es war ein gelungenes, lebendiges Fest, bei dessen Planung und Durchführung die ganze Schulfamilie einschließlich der Schwestern der Congregatio Jesu (CJ) zusammenhalf. Nach dem zweieinhalbstündigen Festprogramm in der neuen Aula mit Ansprachen von Erzbischof Ludwig Schick und Provinzialoberin Sr. Sabine Adam (CJ) sowie einer kurzweiligen Festrede von Dr. Manfred Lützwartete auf die Gäste ein festliches Buffet im Gymnastiksaal. Für den musikalischen Rahmen sorgten Schülerinnen und Lehrkräfte von Bläserkreis (OStR H. Setz), Kammerchor (H. Setz), Unterstufenchor (StRin K. Rebhan), Orchester (LaG H. Schirling) und Jazzcombo (StR H. Hauck).
„Seit 300 Jahren besuchen junge Frauen am Bamberger Holzmarkt das ehemalige Englische Institut, die heutige Maria-Ward-Schule, wo Wert gelegt wird auf eine umfassende Persönlichkeitsbildung im Auftrag Maria Wards“, begrüßten die Hausherrinnen OStDinIngrid Käfferlein und RSDin Barbara Hauck die Gäste.
Schulträger heute und früher
Das aufrichtige Verlangen nach Bildung, speziell für Mädchen und Frauen, sei der Anfang der Mädchenschule gewesen, die 1717 vom Orden der „Englischen Fräulein“ gegründet wurde, erklärte Erzbischof Ludwig Schick als jetziger Schulträger in seiner Ansprache. Das aufrichtige Verlangen nach Bildung sei auch für die Zukunft Auftrag der Maria-Ward-Schule und gelte für alle Schülerinnen und Lehrkräfte. Ziel und Ergebnis dieser Bildung sei die Liebe, die sich in Ehe und Familie, Beruf und Ehrenamt auswirke, so der Erzbischof. Bildung verlange aber auch Ruhe und Beständigkeit, die in unserer hektischen Zeit oft fehle, mahnte der Oberhirte.
Als Vertreterin der ehemaligen „Englischen Fräulein“, des früheren Schulträgers bis 2002,sprach die Provinzialoberin der CJ, Sr. Sabine Adam. Sie ermuntertedie Schülerinnen, dem Vorbild Maria Wards zu folgen, als sie mit ihrer Reise nach Europa und dem Gang zum Papst „den Sprung aus der Nische“ tat, „aus der Komfort-Zone“ in die „Komm-vor-Zone“. Mädchen zum aufrichtigen Gang zu bewegen, sie mit dem verlässlichen „Kompass Jesus Christus“ zur persönlichen Gottesfreundschaft zu begleiten, sei immer das Ziel von Maria-Ward-Schulen gewesen. Hausoberin Sr. Ursula Dirmeier erläuterte anschließend das Maria-Ward-Zitat „Um Gottes Willen, lasst uns doch frei, gescheit und Bescheiden sein!“ vor dem Hintergrund der Schulgeschichte.
Ehrengäste aus der Politik
Gesundheitsministerin Melanie Huml überbrachte Glückwünsche und Grüße vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Das Institut der Englischen Fräulein habe Maßstäbe gesetzt im Bereich der Mädchenbildung mit dem Ziel ganzheitlicherwerteorientierter Bildung. Verwurzelt im christlichen Glauben bekämen die Schülerinnen ein Rüstzeug, um später im Leben „ihre Frau“ zu stehen. Katholische Schulen setzten einen wichtigen Akzent in der bayrischen Schullandschaft, so Huml.
„Wir Bamberger sind stolz auf unsere „Englischen!“, betonte Bürgermeister Christian Lange mit Hinweis auf den guten Ruf der Schule, die für Qualität stehe, mit ihrem katholischen Profil sowie dem ganzheitlichen Bildungsansatz. Mitten in der Stadt sei diese Schule wie ein Baum wunderbar herangewachsen und nehme einen festen Platz in der Bamberger Bildungslandschaft ein.
Schulfamilie und Festredner
Gruß-und Dankesworte der Schulfamilie überbrachten auch Vertreterinnender SMV von Gymnasium (Gina Angebrand) und Realschule (Sina Hauske), von Elternbeirat (T. Ladehof), Mitarbeitervertretung (I. Deglmann), Freundeskreis (E. Kapust) und Förderverein (S. Deusel).
„Wie Sie unvermeidlich glücklich werden“ erläuterte Festredner Manfred Lütz anschließend den Gästen auf humorvolle Weise. Der Kölner Theologe, Bestsellerautor und Arzt lästerte über Glücksratgeber und allgemeingültige Ratschläge zum Glücklichsein, entwickelte aber auch ernsthafte Gedanken zum Thema, humorvoll verpackt.
Ordinariatsrat Hans-Dieter Franke beendete für den Schulträger den Festakt mit Dankesworten an alle Beteiligten und ließ dann von Schülerinnen Glücksrucksäcke an Ehrengäste verteilen, gefüllt mit Jubiläumsgeschenken wie Festschrift und Maria-Ward-Wein. Seiner Einladung zu einem anschließenden Schmaus im Gymnastiksaal und im Schulhof mit Musik von der Jazzcombo folgten viele Gäste gerne.

18.07.2017 | Eva Lederer

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