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Gelungener Elternabend zum Thema „Wechseljahre, die zweite Pubertät“

Fit machen für die Wechseljahre wollte Angelika Schmitt, Referentin des Erzbischöflichen Ordinariats für Sexualpädagogik, rund dreißig Mütter beim ersten Frauenabend der MWS in der neuen Aula. Anschaulich und humorvoll beleuchtete die Referentin Veränderungen in Körper und Seele der reifen Frau und gab zahlreiche Tipps für die „zweite Pubertät“. Die Zuhörerinnen waren beeindruckt.

Angelika Schmitt ist vielen Schülerinnen und Müttern unserer Schule durch die MFM-Workshops „Zyklusshow“ und „WaageMut“ bekannt, in denen sie anschaulich den Zyklus der jungen Frau und die Veränderungen im weiblichen Körper während der Pubertät erklärt. Auf Anregung der Biologielehrerinnen Jasmin Winkler (RS) und Kristina Andretzki (G) lud Realschuldirektorin Barbara Hauck nun A. Schmitt zu einem Vortrag über die Wechseljahre ein. Aufgrund der großen Resonanz soll der Elternabend für das Gymnasium wiederholt werden.
Was passiert im Körper der reifen Frau und wie kann ich aktiv mit Begleiterscheinungen umgehen? Angelika Schmitt informierte zunächst, ausgehend von der Pubertät und dem weiblichen Zyklus, über körperliche Veränderungen in den Wechseljahren mit zahlreichen anschaulichen Materialien wie einem Bodenbild, das den Zyklus der Frau modellhaft nachbildet, mit Fotos, Texten und Musik. Sie nahm die Zuhörerinnen mit auf eine Reise durch den weiblichen Körper und durch verschiedene Lebensabschnitte. Bald wurde klar: Das Klimakterium ist ein Spiegelbild der ersten Pubertät.
Auch in dieser zweiten Pubertät durchlaufen Frauen einen natürlichen Prozess des Wandels. Die neue Lebensphase beginnt erneut mit Unruhe und Beschwerden. Aber dieser Lebensabschnitt birgt auch die Chance auf Neuorientierung. Frauen, die sich mit ihrem Körper auskennen, „mit viel Lebenserfahrung im Gepäck“, so Schmitt, sind den Veränderungen nicht hilflos ausgeliefert. Ihnen eröffnen sich neue Möglichkeiten, ihr Gleichgewicht zu finden und zu bewahren sowie mit unangenehmen Begleitsymptomen aktiv umzugehen und einen wertschätzenden Umgang mit sich selbst zu finden.
„Frauen in den Wechseljahren sind mit der voll erblühten Rose des Spätsommers und Herbstes vergleichbar“, zitierte A. Schmitt ein Bild von Christiane Northrup, „die beginnt, sich in eine leuchtende rote, saftige Hagebutte zu verwandeln“. „Und die haben bekanntlich Dornen, ihre Samen wirken wie Juckpulver“, lachte Schmitt.
Auch seelischen Veränderungen, die in diesem Lebensabschnitt typisch sind, und deren Bedeutung wurden angesprochen. Die Suche nach neuen Kraftquellen, beispielsweise Freundinnen, um den Alltag und Gefühlsschwankungen zu meistern und die zunehmende Macht, selbstbestimmt zu leben, die Fähigkeit sich selbst zu lieben, die Suche nach Harmonie und der Mut, sein Leben zu entrümpeln und sich auszusöhnen, oder Dinge endlich anzupacken, die man schon immer tun wollte.
Abschließend beschenkte die Referentin die Mütter mit einem Blatt voller wertvoller Tipps gegen körperliche und psychische Beschwerden, überreichte ihnen Pröbchen aus dem Reformhaus und verwies auf einen Bücherstand zum Thema. Auch Schulleiterin Hauck bedankte sich bei der Referentin und allen Teilnehmerinnen mit roten Rosen für diesen informativen und unterhaltsamen Frauenabend.

05.11.2018 | Eva Lederer

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