Sonstiges

Wahlfach Politik und Zeitgeschichte


Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus`


Gedenktafel
Schülerinnen des Wahlfachs „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gedenken in der Reichspogromnacht der Familie Hess in der Ausstraße

Nach der Gedenkfeier am Synagogenplatz gingen die Schülerinnen in die Ausstraße, wo sie vor dem einstigen Wohnhaus der Familie Hess Kerzen zum Gedenken anzündeten.

"Schule ohne Rasssismus - Schule mit Courage"

Schülerinnen des Gymnasiums und der Realschule entwickeln neue Projekte

Seit dem 27. Juli 2011 tragen die Maria-Ward-Schulen den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Es hat sich aus beiden Schulen ein Team von Schülerinnen gebildet, die eifrig an Projekten arbeiten, damit sowohl Mobbing als auch Rassismus an unseren Schulen keine Chance haben. Begleitet werden diese Schülerinnen von Frau Keen und Frau Stickler. Barbara Steinberger zu Besuch an unserer Schule
Schule ohne Rassismus

Barbara Steinberger zu Besuch an unserer Schule


„Sie haben meine Mutter in Bamberg berühmt gemacht“, das ist der Satz, den Barbara Steinberger, die Tocher Erika Löbls, am 07.07.2011 immer wieder erstaunt sagte. Die herzliche und nette Amerikanerin besuchte uns, um mehr über das Leben ihre Mutter zu erfahren und uns zu erzählen. Das Wahlfach Politik und Zeitgeschichte hatte sich seit vier Jahren mit dem Leben dieser ehemaligen jüdischen Schülerinn befasst. Erika war es gelungen, zusammen mit ihrem Bruder Werner vor den Nazis erst nach England und dann nach Ecuador zu fliehen.

Ihre Tochter Barbara besuchte zum dritten Mal Bamberg und wir waren sehr froh, dass sie auch Zeit für uns hatte. Bei dem Gespräch im Büro unserer Direktorin waren Frau Hauck, Frau Stickler, Herr Kabus, der zum Glück das meiste Übersetzte, Charlott Meixner und Theresa Hohmann anwesend. Dort zeigten wir Frau Steinberger die Notenbücher ihrer Mutter aus den Jahren 1936 bis 1938. „Es ist schön zu wissen, dass meine Mutter eine Einserschülerin war“, meinte Frau Steinberger ganz stolz, als sie sah, dass Erika in fast allen Fächern die Note sehr gut hatte, außerin Mathe und Kunst. Danach schaute sie sich die Zeitungsartikel und Bilder der Präsentationen und die Preisverleihungen des Wahlfaches an. Während sie die Projektpräsentation, die bei der Snopkowski Preisverleihung gezeigt wurde, sah, übersetzte Herr Kabus ihr den Text. Barbara Steinberger erzählte noch viel über das Leben ihrer Mutter, so z.B. über ihr Leben in Ecuador und einige Jahren später in New York City. Sie selbst kannte nur in groben Zügen die Geschichte ihrer Mutter, erst als diese starb, fand sie die Tagebücher und ihr Onkel, Werner Loval, übersetzte ihr alles. „Nachdem ich die Tagebücher gelesen habe, hatte ich einen detaillierteren Eindruck von der Zeit, in der meine Mutter noch jung war“, meinte Frau Steinberger.
Steinberger Besuch
Als sie uns alles erzählt hatte, machten wir ein Foto zum Andenken an dieses Treffen und Frau Hauck überreichte ihr ein Bild von unserer Schule aus dem Jahre 1910, also genauso wie sie ihre Mutter Erika besucht hatte. Des Weiteren bekam sie einen weißen Schal, auf auf dem der Name unserer Schule gestickt ist.

Danach gingen wir noch hinaus, in den großen Pausenhof und zeigten ihr die einzelnen Gebäude von außen und unsere Kirche.

Heute lebt sie mit ihrem Mann in einem Vorort von New York City. Das nächste Mal möchte sie mit ihrem Bruder und dessen Töchtern wieder kommen und ihnen auch unsere Schule zeigen. Darauf freuen wir uns alle.

Theresa Hohmann

Teilnehmer am Wahlfach

Das Wahlfach Politk und Zeitgeschichte befasst sich mit dem Tagebuch der Erika Löbl. Erika Löbl ist eine Bamberger Jüdin, die die Maria Ward Schule besuchte, bevor sie aus dem natinalsozialistischen Deutschland fliehen musste. Ziel des Wahlfaches ist die Veröffentlichung des Tagebuches in verschiedenen Formen. Ein Teil der Schülerinnen arbeitet die fämiliären Beziehungen der Familie Löbl heraus, ein anderer befasst sich mit den Jugendbewegungen einst und jetzt. Des weiteren werden die Kindertransporte näher beleuchtet, da Erika Löbl eben an einem solchen teilnahm und wie viele andere nach England geschickt wurde. Eine weitere Gruppe des Wahlfaches möchte für die Großmutter Erika Löbls, Lina Löbl, einen Stolperstein errichten lassen und überlegt sich momentan wie sie das hierfür nötige Geld erwirtschaften kann. Im letzten Jahr wurde einer breiten Öffentlichkeit durch eine Lesung das Tagebuch vorgestellt. In diesem Jahr möchten wir die verschiedenen Arbeitsgruppen zusammenführen und die Ergebnisse entweder als Film, Hörspiel, Buch oder im Internet bündeln. Die Konzeption dieses Projektes erfolgt in Zusammenarbeit mit der Bamberger Kulturwerkstatt.

Zusammen mit der Willy-Aron-Gesellschaft und dem KHG gestalteten die Schülerinnen des Wahlfaches Politik und Zeitgeschichte der Maria-Ward-Realschule in der Martinskirche am 27.Januar den Holocaust-Gedenktag. In ihrem Vortrag erinnerten sie an die Schicksale der Bamberger Juden, insbesondere an den Lebensweg Erika Löbls und ihrer Familie.
Holocaust-Gedenktag

Maria-Ward-Wallfahrt


An der Maria-Ward-Wallfahrt nach München am 18. Juni 2010 nahmen Schülerinnen des Wahlfachs Politik und Zeitgeschichte (RS) sowie des Grundkurses Dramatisches Gestalten (Gym) aktiv teil. Vor dem Bayerischen Nationaltheater zeigten sie in einer Spielszene einen Totentanz, der die Kriege und Seuchen des 17. Jahrhunderts symbolisierte. Informationstafeln vermittelten den Zuschauern das nötige Hintergrundwissen.

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MW-Wallfahrt

Eröffnung

Wenn Gedanken Worte werden


Die Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule wandelten auf den Spuren der Bamberger Jüdin Erika Löbl. Sie planten eine Ausstellung über Löbls Leben im Nationalsozialismus.
Ausstellungen sind langweilig? Nicht für die Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule, die im jüdischen Lehrhaus der Synagoge selbst eine planen durften und diese gestern präsentierten. Sie wandelten auf den Spuren der Bamberger Jüdin Erika Löbl, die ihre Jugend im Nationalsozialismus in Tagebüchern festhielt.
Man spanne ein rotes Zeitband und setze Löbls Leben mit der deutschen Geschichte in Bezug – schon kann die Reise in die Vergangenheit beginnen.
Die Jüdin Erika Löbl wurde 1924 in Bamberg geboren und begann ihre Tagebücher 1937 mit 13 Jahren. Sie beschreibt darin die Jugendjahre in Bamberg, den Kindertransport und ihre Schulzeit in England sowie die Reise auf einem englischen Frachtschiff von Glasgow nach Buenos Aires im Jahre 1942 und die Weiterreise nach Ecuador. Aber auch das ganz normale Leben eines Teenagers: ihre Freizeit, einen
tollen Kinofilm – all das, was ein junges Mädchen bewegt.
Parallel zum Voranschreiten des Nazi-Regimes und der Judenverfolgung verändern sich jedoch die Tagebucheinträge. Erika war deswegen so interessant für die Schülerinnen des Wahlfachs „Politik und Zeitgeschichte“, weil sie selbst die Maria-Ward-Schule besuchte, die damals noch „Institut der Englischen Fräulein“ hieß.
Jede Menge Recherche

Hinter dem roten Zeitband, das zwischen zwei Pfosten im Ausstellungsraum gespannt ist, und den vielen Informationen, die daran – im wahrsten Sinne des Wortes – hängen, steckt eine Menge Recherche, denn zuerst galt es die Tagebücher aufzuarbeiten, die Erikas Bruder Werner Loval zur Verfügung stellte. Bilder durften auch nicht fehlen. Und „... wer denkt, sich durch ganze Jahrzehnte der deutschen Geschichte zu wühlen, wäre einfach, der irrt!“, sagte Lehrerin Andrea Stickler.

Aus Gedanken wurden nicht nur Worte, sondern auch Bilder.

Silke Ehrmann (Artikel aus dem FT vom 16.04.2010

Absolut Privat
Die Schülerinnen des Wahlfaches 'Politik und Zeitgeschichte' bei ihrem Besuch der Ausstellung 'Absolut privat - vom Tagebuch zum Weblog' im Museum für Kommunikation in Nürnberg

Lina Löbl
Im Rahmen der Stolpersteinverlegung für Lina Löbl hielten die Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule im Gasthaus "Zum Sternla" am Montag, den 9. März 2009, auf Einladung der Willy-Aron-Gesellschaft einen Vortrag über das Leben Lina Löbls .

Zvilcourage
Am Samstag, den 21.März wurde der Stolperstein für Lina Löbl verlegt, den die Schülerinnen des Wahlfaches Politik und Zeitgeschichte gesponsert haben. Die Schülerinnen stellten dabei noch einmal das Leben des Opfers Lina Löbl vor und legten um den Stein frische Rosen nieder. Am Nachmittag wurde dann zum ersten Mal im Rahmen des kulturpädagogischen Tages in der Konzerthalle der von der Willy-Aron-Gesellschaft gestiftete Preis für Zivilcourage an die Schülerinnen der Projektgruppe verliehen.

Thomas Dehler
Die Schülerinnen des Wahlfaches Politik und Zeitgeschichte mit Rechtsanwalt Jans, der ihnen einen Überblick über das Leben und Wirken des Bamberger Rechtsanwalts Thomas Dehler gab.

ZDF Interview
Schülerinnen werden vom ZDF über das Wirken Dehlers und seine Rede im Bundestag zur Todesstrafe interviewt.

Die Aufnahmen wurden am Donnerstag, den 7. Mai, im ZDF Mittagsmagazin von 13.00 bis 14.00 Uhr gesendet.

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