WahlfächerErste Hilfe/ Schulsanitätsdienst
Was muss man machen, wenn eine Schülerin bewusstlos wird? Wie reagiert man richtig, wenn während des Physikunterrichts plötzlich jemand unter Strom steht? Wie verhält man sich bei einer Sportverletzung?Diese und viele andere Fragen werden während des „Erste-Hilfe-Lehrgangs“ an der Schule geklärt. Insgesamt acht Doppelstunden lang beschäftigen sich die Schülerinnen (ab der 9.Klasse) mit Sofortmaßnahmen am Unfallort. Am Schluss steht ein Zertifikat des Roten Kreuzes, das die Teilnahme bestätigt. Dabei muss jeder Teilnehmer am Schluss des Kurses anhand eines Fallbeispiels unter Beweis stellen, dass er wirkungsvoll zu helfen weiß. Die Schülerinnen werden sich im Laufe des Kurses der eigenen Pflicht zum Helfen bewusst und lernen, sich ihrer Verantwortung zu stellen, wenn Menschen auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Dabei geht es nicht um trockene Theorie, sondern meist gehen wir von praktischen Fallbeispielen aus und überlegen gemeinsam, wie Hilfeleistung konkret aussehen kann. Wenn es beispielsweise um die Rettung Verunglückter bei akuter Gefahr geht, wird der Rettungsgriff im Auto der Kollegen an der Schule geübt. Ein zentrales Thema nimmt der Bereich Bewusstlosigkeit ein. Immer wieder wird die stabile Seitenlage geübt, die lebensrettend sein kann. Am Schluss des Kurses sollte sie jeder im Schlaf beherrschen, um in entsprechenden Notsituationen auch bei Aufregung überlegt handeln zu können. Eine Doppelstunde lang geht es um die Herz-Lungen Wiederbelebung. Anhand eines Phantoms muss jede Teilnehmerin mindestens 10 Minuten lang wiederbeleben, so dass Hemmungen abgebaut werden können, wenn man im Bedarfsfall aktiv werden muss. Bei vielen Themen geht es nicht immer um Leben und Tod,, sondern auch um Erscheinungen wie Verbrennungen, Wunden, Unterkühlung, Sonnenstich usw., also Fälle, die tagtäglich passieren können. Ziel des „Erste-Hilfe-Kurses“ ist es, die Schülerinnen fit für den Schulsanitätsdienst zu machen. Mit Abschluss des Kurses verpflichtet sich jede Schülerin, für einen Monat der Schule zur Verfügung zu stehen, so dass sie hinzugezogen werden kann bei Unfällen in der Schule. Aber natürlich weiß jeder Teilnehmer, dass über die Schule und den Schulsanitätsdienst hinaus es für jeden Menschen eines Selbstverständlichkeit sein sollte, anderen Menschen zu helfen, wenn sie sich in einer Notlage befinden. Birgit Bücker
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